Geister der Vergangenheit


„Keine Chance Shinozaki. Die Treppe ist kaputt, wir kommen hier nicht runter.“ Seufzend sah Yoshiki zu Ayumi, welche gerade eine Kerze aufstellte und anzündete. „Das ist nicht gut… Was machen wir nun?“ flüsterte Ayumi. Nun waren sie wieder hier gefangen und Ayumi wurde das Gefühl nicht los, dass es ihre Schuld war. Warum? Nun, sie hatte doch damals ihren Freunden „Sachiko Ever After“ angeboten… Nein, sie hatte sie richtig überredet mitzumachen. Ihre Freunde und Frau Yui, waren tot! Und jetzt waren sie wieder hier… Das waren doch sicher die Geister ihrer Freunde, welche sie für ihren Tod hassten. Sie wurde aus ihren Gedanken gerissen, als Yoshiki sie leicht an den Schultern rüttelte. „Geht es wieder?“ fragte Kishinuma sie besorgt. Ayumi nickte als Antwort nur kurz. Kishinuma brauchte ja nicht zu wissen, was sie dachte. Der Blondhaarige seufzte erneut und sah sich um. Er zuckte jedoch sofort zusammen, als seine Augen einen Geist erspähten. Ayumi folgte seinem Blick ebenfalls zu besagtem Geist. „Sachiko?“

„Bitte, lauft nicht weg! Ich willl euch nichts tun!“ sagte das Geistermädchen verzweifelt. Ihr war schon klar gewesen, dass man ihr nun Argwohn entgegen brachte. Es war viel passiert, weswegen ihr auch misstraut wurde, aber im Moment war ihr das auch egal! Sie musste Ayumi warnen! „Warum sollten wir dir trauen?“ fragte Yoshiki etwas lauter. Ayumi sah ebenfalls sauer zu Sachiko. Das schwarzhaarige Mädchen ließ die Zwei mal machen, und als sie sich endlich fertig beschwert hatten, fing das Geistermädchen erneut an zu sprechen. „Ich bin nicht mehr der Host dieser Schule… Ich habe versucht, sie aufzuhalten, doch die Schule hat sie verändert.“ Ayumi beschloss nun doch Sachiko Gehör zu verleihen. „Was sollen wir nun machen?“ fragte die Schülerin. Sachiko über legte kurz. „Ich weiß nicht, wie ihr sie besiegen könnt, aber ich kann euch zurück nach Hause schicken, wenn ihr alle versammelt seid“ Sachiko wollte wirklich helfen, doch war das alles, was sie nun tun konnte im Moment. Ayumi sah die Kleine an. Irgendiwe hatte sie schon das Gefühl, dass ise Sachiko vertrauen konnte. „Okay, ich glaube dir Sachiko!“ Yoshiki sah seine Begleiterin nur schockiert an. „Spinnst du? Hast du vergessen, was sie uns angetan hat?“ „Ja, aber wir haben sie besänftigt, ihren Geist befreit!“ schrie Shinozaki zurück. Ayumi glaubte daran, dass Sachiko nun gut war, auch wenn sie anfangs misstrauisch gewesen war. Yoshiki seufzte nur und gab ein leises „Fein“ von sich. „Okay, dann suchen wir die Anderen“ „Wartet!“ Sachiko hielt die Beiden nochmals kurz auf. „Ich muss euch noch warnen. Von jenen, welche mit euch hier her gekommen sind, sind bereits welche Opfer der Schule geworden“ Ayumi wurde sofort wieder besorgt, denn was, wenn eines der Opfer Mochida war? Das wollte sie nicht! „Kishinuma-kun! Schnell“ meinte sie und lief sofort los. Kishinuma folgte ihr natürlich. Er war sich sicher, dass Ayumi gerade wieder an Satoshi dachte… Würde er je eine Chance bekommen?

Minuten vergingen, sogar Stunden, doch immer noch nichts. Weder einen ihrer Freunde, noch jemand andere Lebenden hatten sie gefunden. Nur Knochen und Geister. „Das ist doch zum kotzen!“ meckerte Kishinua vor sich her. „Kishinuma… Deine Klappe ist so groß wie eh und je“ Erneut erklang eine Ayumi und Yoshiki bekannte Stimme. „Morishige-kun!“ rief Shinozaki fröhlich und ging auf den Geist des Schülers zu. Morishige schob sich seine Brille zu Recht und blickte zu den Beiden. „Warum seid ihr wieder hier?“ fragte der Junge mit der Brille, klang dabei etwas betrübt. Ayumi fing an, ihm zu erklären, was sie wusste… und das war nicht viel. Der Geist ihres Freundes seufzte nur als Antwort. „Nehmt euch vor Mayu und Shinohara in Acht… Die Schule hat sie in rachsüchtige Geister verwandelt. Sie werden euch sicher angreifen, wenn sie euch sehen.“ Ayumi und Yoshiki schockierte siede Antwort doch sehr. Sie hatten nie erwartet, dass ihren Freunden so etwas passieren würde. „Morishige-kun! Ich werde euch alle retten!“ Nun hatte Ayumi wieder der Mut gepackt. Sie würde einen Weg finden, ihre Freunde zurück zu holen! Damit sie wieder leben würden! „Komm Kishinuma-kun! Legen wir los!“ meinte sie und ging shcon mal vor. Natürlich hatte sie sich erst von Morishige verabschiedet. Yoshiki wollte ihr sofort nach, doch Sakutaro hielt ihn auf. „Kishinuma… Ich habe eine Bitte an dich…“ Yoshiki sah verwundert zu dem Brillenträger. Morishige würde ihn doch noch nie um etwas bitten! Nicht, wenn es nicht unbedingt sein musste. „Schieß los!“ Morishige richtete sich seine Brille ehe er sprach. „Pass mir bitte auf Kimiko, meine Schwester auf. Sie soll heil nach Hause kommen“ Yoshiki nickte sofort Natürlich würde er das machen, denn wenn er daran dachte, dass es Miki sein könnte, welche hier gefangen war, würde er sie natürlich auch beschützen. Yoshiki kannte es, wie es war, sich um seine kleine Schwester zu kümmern. „Verlass dich auf mich! Ich werde sie beschützen, als wäre sie meine eigene Schwester!“ Sofort folgte er Shinozaki. Er durfte sie nicht aus den Augen verlieren. Sie würde sonst wieder irgendetwas Dummes machen oder sie würde wieder so komische Aussetzer bekommen.

Hier standen die Beiden nun. Sie starrten auf die Tür, über welcher ein Schild hing, welches „Science Lab“ darauf geschrieben hatte. Letztes Mal waren sie nur knapp dem Anatomiemodell entkommen. Sollten sie wirklich da rein gehen? Andererseits war keine Tür offen, außer diese hier. Yoshiki fasste einen Entschluss. „Ich gehe nachsehen, wenn die Luft rein ist, sag ich dir Bescheid“ Ayumi nickte. Sie traute sich gerade einfach nicht. Kishinuma fasste seinen ganzen Mut zusammen und schob die Tür auf. Vorsichtig trat er ein. „Shinozaki. Kannst rein kommen“ Das Mädchen mit den Zöpfen folgte dem Jungen hinein. Der Raum war leer. Das Anatomiemodell fehlte. Es beruhigte sie etwas, doch da fand Ayumi etwas anderes Schreckliches. Auf einem der Tische war eine riesige Lache Blut. Es war noch ganz frisch. Hier war vor kurzem etwas Schlimmes passiert. Kishinuma traute sich darauf zu zugehen und es sich genau anzusehen. Er blieb stehen, als er merkte, dass er auf etwas getreten war. Er betete inständig, dass es nicht irgendein Körperteil einer Leiche war. Vorsichtig nahm er seinen Fuß weg und blickte hinunter. Es war kein Körperteil, es war eine Studenten ID. Er hob die blutgetränkte ID hoch und sah sie sich genauer an. Seine Augen weiteten sich erschrocken als er den Namen las. Da stand: „Kimiko Morishige, 18 Jahre, Minazuki Senior High School, Klasse 3-9“