Book of Shadows


"Naomi!" "Nakashima-san!" Verzweifelt liefen die Schüler durch dir alten und morschen Gänge der Heavenly Host Elementary School. Sie suchten nach Naomi, welche auf einmal abhanden gekommen war. Doch sie antwortete nicht. Satoshi war verzweifelt. Er hatte sich geschworen Yuka und Naomi heil hier raus zu bringen! Und nun? Nun war sie weg. Satoshi spürte plötzlich eine Hand auf seiner Schulter und sah auf. Yoshiki lächelte ihm aufmunternd zu. "Wir werden sie schon finden." sagte er sanft. Satoshi konnte auf die Worte seines Freundes hin nur nicken, immerhin war ihm Naomi sehr wichtig. Nein, er war in sie verliebt. Er wollte sie nicht verlieren. Kimiko seufzte etwas. "So kommen wir nicht weiter... ich bin dafür wir teilen uns auf." Schockiert richtete sich Ayumi an das Mädchen. "Nein! Wir haben uns gerade erst gefunden. Wenn wir uns nun wieder trennen, kann es passieren, dass wir wieder in verschiedenen Dimensionen dieser Schule landen!" Genervt seufzte die junge Morishige. "Ja, aber wenn wir alle an einem Fleck kleben, haben wir geringere Chancen als wenn wir getrennt sind." Sachiko seufzte etwas. "Sie hat recht... Ich kann dafür sorgen, dass ihr in keiner anderen Dimension landet, aber, ihr solltet euch dennoch beeilen... wer weiß, was der Host sonst mit euch macht!" Die Freunde nickten einverstanden. Sie teilten sich in kleine Gruppen auf. Ayumi ging zusammen mit Yoshiki, Satoshi begleitete Sachiko und Kimiko würde mit Yuka gehen. Die kleine Mochida mochte das nicht wirklich, da sie lieber bei ihren geliebten Bruder wäre, aber es ging im Moment nicht anders, außerdem vertraute Satoshi Kimiko, auch wenn sie vorhin ihre Freundin getötet hatte. Sie hatte nur das getan, was passiert wäre, wenn sie in der Schule zurück gelassen worden wäre. Kimiko streckte sich etwas und machte sich dann mit der Kleinen auf den Weg. Sie hatte selbst keine Lust, mit einer kleinen weinerlichen Mittelschülerin die sich für 5 hielt zusammen zu arbeiten, aber sie wollte selbst hier raus, und das ging nur, wenn sie alle zusammen waren... zumindest die die noch lebten."

Ayumi und Yoshiki setzten die Suchen im Anbauflügel fort, während die anderen Gruppen sich ins Hauptgebäude begeben hatten. Plötzlich blieb die blauhaarige Schülerin stehen und blickte in die Leere. Yoshiki blieb auch sofort stehen und sah ihr in ihre Augen. Sie war doch nicht schon wieder besessen oder? Ayumi blickte jedoch mit ihren normalen, klaren Augen zu dem Blonden. "Wir müssen das Book of Shadows finden... dann können wir das hier beenden!" "Aber, sollten wir nicht Nakashima suchen?" Ayumi seufzte etwas. "Ich bin sicher Mochida-kun findet sie. Aber wir wollen doch nicht, dass sich das mit uns auch mit anderen Schülern zuträgt oder?" fragte sie ernst. Yoshiki konnte darauf hin nur nicken. Sie hatte schon recht... "Na schön!" Er würde ihr helfen! Das hatte er sich damals schon versprochen und das würde er nun halten. Ayumi und Yoshiki machten sich also auf den Weg ins Büro des Direktors um nach Hinweisen zu suchen. Da sie da aber nicht fündig wurden, selbst als sie jedes einzelne Teil im Raum 3 mal durchsucht hatten, gingen sie durch den Geheimgang des Büros in das Hauptgebäude und dann zur Krankenstation. Hier war immerhin der Geist von Sachikis Mutter Yoshie zuhause gewesen, und sie war auch ein Mitglied der Shinzaki-Familie gewesen. Während Yoshiki die Schränke und co untersuchte, blätterte Ayumi durch das Tagebuch der toten Krankenschwester. Ein Eintrag fiel ihr sofort ins Auge, als sie die Seite aufgeblättert hatte. "Das Book of Shadows erhört den Ruf einer jeden Shinozaki. Sie muss nur ein Blutopfer bringen." laß Ayumi ruhig vor. Der Blonde Schüler begab sich zu ihr und laß ebenfalls den Eintrag. "Blutopfer? Shinozaki, du wirst doch nicht...!" fragte er entsetzt. Ayumi lächelte ihn sanft an. "Keine Sorge Kishinuma-kun, ich bringe mich schon nicht um, ich denke, dass das hier reichen wird" meinte sie und holte ein altes Skalpell aus der Lade des Schreibtisches. Zuerst schnitt sich ein kleinwenig in ihre Fingerkuppe und zeichnete mit dem Blut auf der Fingerspitze einen kleinen Hexenkreis. Danach stellte sie sich in diesen hinein. Yoshiki beäugte das Ganz nur mit einer hochgezogenen Augenbraue. Er traute dem Braten noch nicht so ganz. Ayumi nahm erneut das Skalpell und schnitt sich nun in die Handläche, welche zu tropfen begann und ließ das Blut in den Hexenkreis laufen. Langsam fing sie an, die Runeninschrift, welche im Tagebuch aufgeführt war, aufzusagen. Der Hexenkreis unter ihren Füßen fing an zu leuchten und erhellte den Raum. Es war sogar so hell, dass sich Yoshiki seine Augen zuhalten musste. Als das Licht abnahm, sah er wie Ayumi erschöpft am Boden kniete. Sofort eilte er zu ihr und hielt sie fest. "Shinozaki! Bist du okay?" Die Shinozaki nickte nur und lächelte dann Yoshiki an. "Ich habe es geschafft, Kishinuma-kun!" Erst jetzt bemerkte der Blondling, dass das Mädchen in ihren Händen ein Buch hielt. Es sah alt aus, war aus Leder und der Einband war von einer hässlichen Fratze geziert, welche lachte. Das Ding war echt gruselig! Ayumi blickte zu dem Buch. "Sag uns, Buch der Schatten, wie kann ich diese Welt für immer verschwinden lassen?" Das Buch lachte nur, ehe es begann, Ayumi die Bedingungen zu nennen.

In einem anderem Teil des Haupflügels liefen Kimiko und Yuka gerade vor ein paar bösen Geistern weg. Die Beiden hatten kurz nicht aufgepasst und nun hatten sie die Quittung davon. Ein wenig nervte es Kimiko schon, ohne das Mädchen wäre sie viel besser dran. Sie müsste nicht auf das kleine Ding achten sondern konnte einfach fliehen, nur leider ging das nicht. Egal, nun war es wichtig, dass sie von dem Geist wegkamen. Kimiko hielt Yukas Hand weiter fest und zog sie mit sich. Sie wollte gerade um das Eck des Ganges biegen, als siein etwas hinein lief und mit Yuka zu Boden ging. Sie blickte auf und sah in die verrückt wirkenden Augen eines jungen Mannes. "Yuka-chan, du bist zu deinem großen Bruder zurück gekehrt~" Geschockt weitete die junge Mochida die Augen. Sie kannte diese Stimme. Sofort fing sie an zu zittern. Kimiko sah langsam auf und blickte ebenfalls in ihr bekannte Augen. Es war der Typ, welcher sie in den Laborraum gezogen gehabt hatte. Sie hatte sowieso noch eine Rechnung mit ihm offen. "Du Mistkerl! Na warte!" Sie sprang auf und wollte gerade auf ihn los gehen, als sie auch schon einen stechenden Schmerz in der Brust spürte. Kimiko konnte nicht anders, sie spukte Blut. Verdammt noch einmal! Sie wollte nicht sterben! Sie ging zu Boden und kämpfte damit, bei bewusstsein zu bleiben. "Du hast wohl vorhin nicht genug bekommen, was? Keine Sorge, diesmal sorge ich dafür, dass du schön ausgeweidet wirst" Kimiko knurrte mit der wenigen Energie die sie noch hatte, ehe alles schwarz wurde. Das Letzte, was man aus dem Gang hören konnte, war das ängstliche Geschrei von Yuka.